Alle drei 10. Klassen unserer Schule besuchten im Rahmen von „Schule gegen Rassismus/Schule mit Courage“ an drei verschiedenen Tagen den Lernstandort Bremer Brücke im Stadion des VFL Osnabrück. Der Projekttag stand unter dem Motto „Nie wieder“ und beschäftigte sich mit den Themen Nationalsozialismus, Holocaust, Antisemitismus, Widerstand und Erinnerungskultur.
Zu Beginn setzten wir uns mit dem Holocaust
auseinander, unter anderem anhand des Bildes mit der Aufschrift „Arbeit macht
frei“. Dabei wurde deutlich, wie die Nationalsozialisten Menschen
entmenschlichten und ihre Verbrechen verschleierten. Anschließend wurde
thematisiert, wie lange Zeit kaum über die NS-Verbrechen gesprochen wurde und
warum Erinnerungskultur so wichtig ist.
Ein besonderer Programmpunkt war der Stolpersteingang durch den Stadtteil Schinkel. In drei Gruppen besuchten wir verschiedene Stationen und beschäftigten uns mit unterschiedlichen Opfergruppen. Wir reinigten Stolpersteine und erfuhren mehr über die Schicksale der Menschen, die in Osnabrück verfolgt und ermordet wurden.
Im Workshop „Lila-weiß in brauner Zeit“ erhielten wir
einen Input zur Geschichte des VfL Osnabrück in der
NS-Zeit. Dabei wurde
gezeigt, dass auch Sportvereine Teil der Gesellschaft waren und nicht
unabhängig von der Politik agierten.
Zum Abschluss recherchierten wir in Kleingruppen Beispiele für Erinnerungsarbeit im Fußball, unter anderem beim FC Bayern München, VfL Osnabrück, Eintracht Frankfurt und beim DFB. Die Ergebnisse stellten wir in Poster-Präsentationen vor. Die Recherche in den Logen der Bremer Brücke war für viele ein besonderes Highlight.
Der Projekttag war sehr eindrucksvoll und hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und aktiv gegen Antisemitismus und Diskriminierung einzutreten – ganz im Sinne des Mottos „Nie wieder“.
(Feh)













